15. Juni 2020

Störer im Social Media Marketing: So steigerst du die Performance deiner Ads

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Schaut, was ich zu sagen habe, denn ich möchte eure Aufmerksamkeit. In etwa so ist der Hintergedanke einer jeden Werbeanzeige. Das trifft im Print zu, genauso wie im Digitalen. Die einen erreichen diese Aufmerksamkeit und verlieren sie wieder. Andere gewinnen sie gar nicht erst. Und manche, ja, manche erreichen und behalten sie und aus einer Ad wird ein Verkauf. Schön!

Aufmerksamkeit erregen im Social Media Marketing 

Heute möchte ich darüber sprechen, wie wir die Aufmerksamkeit im ersten Schritt erreichen. Dafür können wir erstmal grundsätzlich sagen: Wer auffallen und Aufmerksamkeit gewinnen möchte, muss aus dem vorhandenen Muster ausbrechen. Sprechen wir über Social Ads, ist das Muster z.B. im Facebook- oder Instagram-Feed zu finden. Wie sehen die dortigen Inhalte aus? Welche Gemeinsamkeiten haben sie? Wie ist ihr grundsätzlicher Aufbau?

Wer mit seiner Ad Aufmerksamkeit gewinnen will, muss im ersten Schritt unter anderem diese drei Fragen beantworten. Es empfiehlt sich, die Ergebnisse schriftlich fest zu halten, um sie sich jederzeit wieder vor Augen führen zu können. Beachten: Facebook ist nicht gleich Facebook oder Instagram nicht gleich Instagram. Je nachdem, wer das jeweilige Social Network nutzt, sieht der Feed womöglich anders aus – da die Interessen eben andere sind, wir unterschiedlichen Seiten folgen und unterschiedliche Freunde haben, die sich in der Regel aber untereinander ähneln. 

 

Beispiel eines unkonventionellen Social Media Beitrags   vs.   Beispiel eines unkonventionellen Social Media Beitrags

Ergo ist es ratsam, sich neben den allgemein üblichen Gemeinsamkeiten noch die anzuschauen, die zielgruppenspezifisch auftreten. Wer Wassersport-interessiert ist, sieht womöglich mehr blau in seinem Feed als jemand, der leidenschaftlicher Fußball-Fan ist und mehr grün vor Augen hat, wenn er durch seine Apps scrollt. Wer erfolgreiches Social Media Marketing betreiben möchte, muss seine Zielgruppe immer im Blick haben.

Das ist beim Einsatz von Social Advertising zu beachten

Es gibt aber Elemente, die eigentlich immer auffallen – und jedes Muster brechen oder genauer: stören. Die Sprache ist nämlich von sogenannten Störern. Per Definition ist ein Störer “ein aufmerksamkeitssteigerndes Element einer Werbeanzeige, das beim Adressaten Interesse wecken soll und im Idealfall zu einer spontanen Handlung animiert.” Ziel ist es mit einem Störer, nicht nur den Feed von Facebook- und Instagram-Content aufzubrechen, sondern genauso die harmonische Optik der Anzeige selber. So wird beim Betrachter schließlich eine Reaktion ausgelöst.

Wie so vieles folgt Social Advertising dabei dem berühmten Credo Form follows function. Besonders schön fügen sich Störer nämlich nicht in Ads ein. Die Funktion, das Erregen von Aufmerksamkeit, steht hier über der Schönheit der Anzeige. 

Dringend. Bitte melde Dich. bit.ly/kommschnellhergrafikdesigner

Posted by true fruits Smoothies on Wednesday, January 17, 2018

gepostet von true fruits Smoothies am 17.01.2018

Ich denke, das ist soweit alles logisch und nachvollziehbar. Trotzdem: Ich erzähle das mit dem Wissen, es selbst in den vergangenen Jahren ausführlich angewandt zu haben und den Effekt bestätigen zu können. Die Werbeanzeigen, in die ich Störer eingebaut habe, performen überdurchschnittlich und schlagen Werbekampagnen, in denen ich das vermieden habe. 


Wie ich Werbeanzeigen und Werbekampagnen erstelle

Und so bin ich dabei vorgegangen: Erst einmal habe ich die Werbeanzeige als solche konzipiert. Das heißt, ich habe definiert, was das Ziel meiner Werbekampagne und wer meine Zielgruppe ist. Ich habe herausgefiltert, welche Information meiner Meinung nach die entscheidende ist, die den Betrachter meiner Ad dazu bringen wird, auf den Call-to-action zu klicken. Schließlich habe ich ein Foto ausgewählt, das den Grundton meiner Werbeanzeige vorgibt und die essentiellen Informationen darauf platziert – bis auf die meiner Meinung nach alles entscheidende. 

Im letzten Schritt habe ich den Störer in der Werbeanzeige platziert. Dabei habe ich vor allem auf drei Aspekte besonderes Augenmerk gelegt. Nummer 1: Zeigt das Foto hauptsächlich organische Strukturen, habe ich mich für einen eckigen Störer entschieden. Zeigt das Foto wiederum klare, gerade Linien, fiel die Wahl auf einen runden Störer. Als nächstes habe ich eine Farbe verwendet, die im Kontrast zur Primärfarbe des Fotos steht und sich damit besonders davon abhebt. Als letztes habe ich die Schrift so definiert, dass sie schnell und gut leserlich ist.

Nicht übertreiben mit Störern in Werbeanzeigen

Wenn ich nach diesem Prinzip vorgehe, ist die Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich hoch, dass meine Zielgruppe die Werbeanzeigen wahrnimmt. Dabei ist es gleich, ob ich Facebook Ads, Instagram Ads oder YouTube Ads schalte. 

Aber: Es gibt natürlich einen gewissen Abnutzungseffekt. In der Regel versuche ich die Nutzer meiner Zielgruppe nicht nur einmal zu erreichen, sondern mehrfach. Nur so baut er ein gewisses Vertrauen zur Marke auf und erwägt einen Kauf. Nutzen alle Werbeanzeigen aber die gleichen Störer, stören sie nicht mehr wirklich – der Nutzer nimmt sie weniger wahr. Darum verwende ich in meinen Werbekampagnen ebenso Werbeanzeigen ohne Störer und zusätzlich variiere ich die Störer, d.h. ihre Optik unterscheidet sich in unterschiedlichen Social Ads. 

Fazit

Wer im Social Media Marketing mit seinen Werbeanzeigen auffallen will, muss etwas anders machen als der Rest. Störer durchbrechen bekannte Muster und fallen auf. Trotzdem dürfen sie nicht so häufig verwendet werden, dass daraus ein neues Muster entsteht. Wer Störer sparsam, aber gezielt einsetzt, hat die Aufmerksamkeit des Nutzers – was er daraus macht, liegt letztlich an der restlichen Werbekampagne. Danke für eure Aufmerksamkeit.

Über den Autor

Thomy berät kleine und mittelständische Unternehmen hinsichtlich der Möglichkeiten im Digital Marketing. Hierzu zählt die strategische Kreation von Inhalten für soziale Netzwerke und der eigenen Webseite sowie der Ausspielung von Werbekampagnen in Kanälen wie Google, Facebook, Instagram, LinkedIn und YouTube. In seiner Freizeit schläft er.
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